„Das Rennen rettete mich“

Ich erinnere mich immer noch haargenau an den Moment, in dem ich meinen Vater zum letzten Mal gesehen hatte. Es war der Tag nach meinem 24. Geburtstag (meine Lieblingszahl). Er war an meinem Geburtstag mit seiner Frau zusammen zu einem Wettbewerb gekommen, an welchem ich mit meiner Musikgruppe teilgenommen hatte.
Tags darauf brachte er mir frühmorgens die Sonntagszeitung nach Hause. Ich bemerkte, dass er sehr müde aussah, und fragte ihn, was er noch vorhabe an diesem schönen Frühlingssonntag … … WEITERLESEN

Umarmen statt Treten

Ich kann mal wieder nicht schlafen. Wegen meines Gerechtigkeitsinns.  In der Pandemie wird er besonders strapaziert. Weil ich sie nicht ertragen kann. Diese Ungnade, die Lieblosigkeit, das Aburteilen und Ausgrenzen.  Seit einigen Wochen lese ich sie immer wieder, die Berichte von Familien unter dem Hashtag #Coronaeltern. Sie erzählen nicht nur, wie es ihnen in der #Pandemie geht, sie bitten um … WEITERLESEN

Für Jürgen. Ein Nachruf.

Papa, ganz ehrlich, deine Sturheit konnte einen wahnsinnig machen. In machen Dingen warst du unbelehrbar. Was das Rauchen anging. Und das Trinken. Und den Süßkram. Das hat dein Leben stark beeinflusst. Und es stark verkürzt. Aber ich verstehe, warum. Das war nicht einfach, damals, als Fünfjähriger auf dem Dorf, der plötzlich keinen Papa mehr hatte. Vor allem wenn man sensibel … WEITERLESEN